Artist Statement

Mich interessieren Materialien im Übergang: Prozesse des Präparierens, Konservierens, Überlagerns und Umformens, in denen organische und künstliche Strukturen ineinandergreifen. Objekte, Zeichnungen und Materialversuche setze ich im Raum zueinander in Beziehung und verknüpfe ältere mit neueren Arbeiten.

Mein Atelier ist Labor, Werkstatt und Versuchsanordnung zugleich. Ich entwickle eigene Werkzeuge und Verfahren, in denen Intuition, Kontrolle, Zufall und die Eigenlogik des Materials in Spannung treten. Eine Arbeit bedingt oft die nächste, sodass serielle Werkgruppen entstehen.

Geprägt durch meine Erfahrung in der zoologischen Präparation verstehe ich Material nicht als statische Oberfläche, sondern als Prozess. Ich arbeite mit Laborglas, Plexiglasschablonen, selbst hergestellten Farben und Zeichnung und beobachte dabei, wie Stoffe aufeinander reagieren und wie sich Arbeiten durch Licht und Zeit verändern.

So entstehen Installationen zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und sinnlicher Erfahrung. Sie bilden Natur nicht ab, sondern machen Zustände materieller Veränderung erfahrbar.